6. Juni 2026

WebP, SVG, AVIF: Welches Bildformat wann?

Bilder machen oft 60–80 % der Datenmenge einer Website aus – und damit den größten Hebel für Ladezeit und Core Web Vitals. Wer das richtige Format wählt, spart Megabytes ohne Qualitätsverlust. Welches Format wofür gemacht ist und wie du in der Praxis vorgehst.

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WebP, SVG und AVIF im Vergleich – die richtigen Bildformate für moderne Websites

Die 5 Bildformate im Überblick

SVG – Vektor für Logos & Icons

Verlustfrei skalierbar, oft nur 1–2 KB pro Icon, per CSS einfärbbar und animierbar. Für alles, was klare Flächen und Linien hat.

WebP – Foto-Standard heute

25–35 % kleiner als JPG bei gleicher Qualität, mit Transparenz, in allen modernen Browsern. Der pragmatische Standard für Fotos.

AVIF – nochmal kleiner

20–30 % kleiner als WebP, ideal für große Bildgalerien. Encoding langsamer, Tooling weniger ausgereift – aber bei Performance-Bedarf top.

JPG – nur noch Fallback

Klassiker seit 1992. Heute nur noch dort sinnvoll, wo WebP nicht unterstützt wird (alte Systeme, manche E-Mail-Clients).

PNG – meist überflüssig

WebP kann Transparenz besser und kleiner, SVG ist für Grafiken die bessere Wahl. PNG nur noch dort, wo das System es zwingend braucht.

Zwei Kategorien, fünf Formate

Bevor es ans Format geht, eine Grundunterscheidung: Pixelgrafik oder Vektorgrafik? Pixelgrafiken (Raster) bestehen aus festen Bildpunkten – jedes Foto ist eine Pixelgrafik. Vektorgrafiken beschreiben Formen mit Linien und Kurven – jedes Logo, jedes Icon, jede klare Illustration ist als Vektor sinnvoll.

Diese Unterscheidung entscheidet schon die Hälfte der Formatfrage: Vektor → SVG. Pixel → WebP / AVIF / JPG.

Die Formate im direkten Vergleich

Vier Vergleichspaare, die in der Praxis am häufigsten anstehen:

WebP ist heute der bessere JPG-Ersatz

Bei vergleichbarer Bildqualität wiegt WebP 25–35 % weniger als JPG. Ein 1920×1080-Hero-Bild in JPG kommt schnell auf 350 KB, dasselbe in WebP auf 220 KB – ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Bei 30 Bildern auf einer Seite sind das fast 4 MB Ersparnis.

WebP unterstützt zusätzlich Transparenz wie PNG und Animationen wie GIF – beides bei kleinerer Dateigröße. Browserunterstützung: Chrome, Firefox, Safari, Edge, alle mobilen Browser. JPG braucht es nur noch als Fallback für sehr alte Systeme oder Drittplattformen.

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Entscheidungshilfe für die Praxis

Schneller Spickzettel: Welches Format für welchen Anwendungsfall – und warum.

  • Logo, Icon, IllustrationSVGVektor, verlustfrei skalierbar, winzig
  • Foto, Hero-Bild, ProduktbildWebPBeste Mischung aus Qualität, Größe und Browser-Support
  • Großes Foto, Galerie, hohe PerformanceAVIFMaximal komprimiert – wenn Setup es unterstützt
  • Bild mit TransparenzWebP / SVGWebP für Fotos mit Alpha, SVG für Vektorgrafiken
  • Animation (Vektor)SVG + CSSKlein, scharf, per Code steuerbar
  • Animation (Pixel)WebP / MP4Statt GIF: kleiner, schärfer
  • FaviconSVG + ICOSVG modern, ICO als Fallback für alte Browser
  • Open-Graph-Bild (Social)JPG / PNGPlattformen unterstützen WebP oft noch nicht

Worauf du sonst noch achten solltest

Bildgröße: nie größer als nötig

Das beste Format hilft nichts, wenn das Bild 5000 px breit hochgeladen wird, aber nur 800 px angezeigt. Bilder vor dem Hochladen auf die maximale Anzeigegröße verkleinern. Für Retina-Displays optional die doppelte Größe als zweite Variante über srcset mitgeben.

Lazy Loading

Bilder unterhalb des Faltbereichs sollten erst geladen werden, wenn sie in den sichtbaren Bereich kommen. Modernes HTML kann das nativ über das loading-Attribut. In Next.js übernimmt die Image-Komponente das automatisch.

Alt-Texte nicht vergessen

Für SEO und Barrierefreiheit braucht jedes inhaltlich relevante Bild einen aussagekräftigen Alt-Text – auf Deutsch, beschreibend, nicht keyword-überladen. Dekorative Bilder bekommen einen leeren Alt-Text. Mehr dazu im Beitrag Bilder für Websites.

Caching und CDN

Bilder sollten lange im Browser-Cache bleiben (1 Jahr ist typisch). Wer viele Besucher aus verschiedenen Regionen hat, profitiert von einem CDN, das Bilder geografisch näher ausliefert – Cloudflare, Bunny oder Vercel übernehmen das automatisch.

Was du dadurch gewinnst

Ein konsequent durchdachter Bilder-Workflow bringt schnelle, messbare Ergebnisse: 30–50 % kleinere Bilddaten, deutlich bessere Largest Contentful Paint (LCP), weniger Cumulative Layout Shift (CLS) und ein professioneller, scharfer Eindruck auf allen Geräten. Mehr zu den technischen Hintergründen findest du im Beitrag Pagespeed & Core Web Vitals verständlich erklärt.

Schnelle, scharfe Bilder auf deiner Website

Ich optimiere Bilder für deine Website von Anfang an richtig – mit passendem Format, sauberer Kompression und Lazy Loading. Das spart Ladezeit, verbessert die Core Web Vitals und sorgt für ein professionelles Erscheinungsbild auf allen Geräten.

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Häufige Fragen zu Bildformaten im Web

Alle drei komprimieren Fotos. JPG ist der älteste und am breitesten unterstützte Standard, liefert aber die größten Dateien. WebP ist etwa 25–35 % kleiner bei gleicher Qualität und wird inzwischen von allen modernen Browsern unterstützt. AVIF ist nochmal 20–30 % kleiner als WebP – allerdings noch nicht überall sauber unterstützt und langsamer zu kodieren.

Immer wenn es um Logos, Icons, Illustrationen, Diagramme oder andere flächige Grafiken geht. SVG ist ein Vektorformat – bleibt also in jeder Größe scharf, ist beliebig skalierbar, oft kleiner als ein vergleichbares PNG und lässt sich per CSS animieren oder einfärben. Für Fotos ist SVG nicht geeignet.

Als Fallback nur noch in seltenen Fällen. Alle aktuellen Browser unterstützen WebP. In der Praxis: WebP als Standard, JPG nur, wenn ein Tool oder System WebP nicht akzeptiert.

PNG ist für transparente Grafiken nützlich – aber AVIF, WebP und SVG können Transparenz auch und sind dabei deutlich kleiner. PNG nur dann verwenden, wenn das System es zwingend braucht.

Photoshop kann WebP seit 2022, AVIF mit Plugin. Kostenlose Tools: Squoosh (squoosh.app, läuft im Browser), ImageOptim für Mac, oder direkt aus der Kommandozeile mit cwebp und avifenc. Bei Next.js übernimmt die Image-Komponente die Konvertierung automatisch beim Build.

Anders als beim Druck reichen 72–96 dpi. Wichtiger ist die Pixelbreite: Hero-Bilder maximal 1920 px breit, Beitragsbilder 800–1200 px, kleinere Bilder entsprechend kleiner. Für Retina-Displays kann optional die doppelte Größe ausgeliefert werden.