Hosting zuerst prüfen
Kirby braucht PHP 8.1+. Wer noch auf PHP 7.4 sitzt, sollte vor der Migration umstellen. Eine Datenbank ist nicht nötig – das vereinfacht Backups deutlich.
Domain & Hosting erklärtWordPress war jahrelang der Standard für kleine und mittlere Websites. Aber Plugin-Wildwuchs, Sicherheitsupdates im Wochentakt und überladene Editoren bringen viele an den Punkt, an dem sie über einen Wechsel nachdenken. Kirby CMS ist die schlankere, sicherere Alternative – wann sich die Migration lohnt und worauf du dabei achten solltest.
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WordPress ist mächtig – und genau das ist oft das Problem. Was als kleine Unternehmenswebsite startet, wächst über die Jahre zu einem System mit 15 aktiven Plugins, drei abgelaufenen Lizenzen und einem Theme, das nur noch ein einziger Entwickler updaten kann. Sicherheitslücken tauchen regelmäßig auf, Updates brechen Funktionen, die Ladezeit wird langsam aber sicher schlechter.
Kirby setzt am anderen Ende an: dateibasiertes CMS ohne Datenbank, ohne Plugin-Ökosystem, ohne Block-Editor, der jede zweite Version umgebaut wird. Der Inhalt liegt als Textdatei im Dateisystem, das Template ist direktes PHP, das Redaktions-Panel zeigt genau die Felder, die für deine Inhalte definiert wurden. Kein Schnickschnack, keine 200 versteckten Optionen.
Vier Dimensionen entscheiden, ob sich der Umstieg rechnet. Klick dich durch – das gibt schnell ein Bild davon, wo der Unterschied wirklich liegt.
WordPress: wöchentliche Core- und Plugin-Updates, Test auf Kompatibilität, gelegentliche Bruchstellen nach Major-Releases. Realistisch zwei bis vier Stunden Aufwand pro Monat – plus Backups, plus Sicherheitsmonitoring.
Kirby: ein Update pro Jahr, in 15 Minuten erledigt. Keine Plugin-Konflikte, weil es kein Plugin-Ökosystem in der WordPress-Form gibt. Backups bedeuten: einen Ordner kopieren.
WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt – und damit das Hauptziel für automatisierte Massenangriffe. Brute-Force auf /wp-admin, bekannte Plugin-Lücken, regelmäßig neue Schwachstellen in beliebten Themes.
Kirby hat keinen Admin unter /wp-admin, keine Datenbank, kein Plugin-Ökosystem mit fremdem Code von zehntausenden Entwicklern. Die Angriffsfläche ist um Größenordnungen kleiner – und mit Basic-Auth fürs Panel auch öffentlich nicht angreifbar.
WordPress lädt für jeden Request PHP plus Datenbank-Abfragen plus aktive Plugins. Ohne aggressives Caching wird das schnell langsam. Mit Caching ist es schnell – bis ein Update das Cache-System kaputtmacht.
Kirby rendert die Seite einmal aus Textdateien und kann sie statisch ausliefern. Schneller geht es kaum – mit positivem Effekt auf LCP, INP und damit Google-Rankings.
WordPress-Editor: Gutenberg-Blöcke, Plugin-Menüs, klassischer Editor als Fallback, dazu Theme-Optionen verteilt über drei Untermenüs. Wer selten arbeitet, sucht jedes Mal neu.
Kirby-Panel: pro Seite genau die Felder, die zu dieser Seite gehören. Keine versteckten Optionen, keine Plugin-Menüs. Wer schreiben kann, kann pflegen – ohne Schulungsmarathon.
Nicht jede WordPress-Seite muss migriert werden. Eine simple Visitenkartenseite mit drei Plugins kann gut bleiben, wo sie ist. Sinnvoll wird der Wechsel, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:
Mehr zur grundsätzlichen Entscheidung im Beitrag Kirby CMS als Mittelweg zwischen WordPress und Eigenentwicklung.
Sechs Schritte vom Bestands-WordPress zur fertigen Kirby-Seite – mit klaren Übergaben, damit du jederzeit weißt, was als nächstes passiert.
Welche Seiten gibt es, welche werden besucht, welche Plugins liefern echten Wert?
Inhaltstypen als Kirby-Blueprints definieren – aus „WYSIWYG egal was" wird strukturierte Pflege.
WordPress-Export per Skript zu Kirby-Content-Dateien. Custom Fields manuell, oft mit Aufräumen verbunden.
Sauberes HTML/CSS direkt im Template – ohne Theme-Framework dazwischen.
301-Redirects für alle alten URLs, Meta-Daten übernehmen, strukturierte Daten neu setzen.
Eine bis zwei Stunden – mehr braucht das Kirby-Panel selten.
Die Migration ist kein reines „Exportieren und wieder importieren“. Vor dem Umstieg sollte klar sein, welche Funktionen wirklich gebraucht werden, welche Inhalte aufgeräumt werden und wo WordPress weiterhin Vorteile hat.
Kirby braucht PHP 8.1+. Wer noch auf PHP 7.4 sitzt, sollte vor der Migration umstellen. Eine Datenbank ist nicht nötig – das vereinfacht Backups deutlich.
Domain & Hosting erklärtKontaktformular, Newsletter, Mehrsprachigkeit: bei WordPress oft per Plugin, bei Kirby sauber im Template oder über schlanke Integrationen. Das rechnet sich langfristig, verschiebt aber Arbeit nach vorn.
WooCommerce-Nutzer sollten prüfen, ob Kirby mit Merx oder Shopify-Anbindung wirklich passt. Für kleine Kataloge ist Kirby spannend, bei komplexen Shops kann WooCommerce die bessere Lösung bleiben.
Mehr zur Kirby-Entwicklung in Dresden findest du auf der Seite zum Kirby CMS Webdesign.
Du überlegst, deine WordPress-Website auf Kirby umzustellen? Ich begleite den kompletten Prozess: Bestandsanalyse, Strukturplanung, Migration, Weiterleitungen und Schulung im neuen Panel – mit Fokus auf erhaltene Rankings und sauberer Übergabe.
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Für eine typische Website mit 10–30 Seiten rechne ich mit zwei bis vier Wochen – inklusive Strukturanalyse, neuer Blueprints, Inhaltsmigration, Redesign-Anpassungen und Tests. Größere Projekte mit Custom Post Types oder Shop-Anbindung dauern länger.
Teilweise. Für Standardinhalte (Seiten, Beiträge, Bilder) lässt sich der WordPress-Export per Skript in Kirby-Content-Dateien umwandeln. Custom Fields, Shortcodes und Page Builder müssen meist manuell überarbeitet werden – das ist aber oft auch die Chance, die Inhalte zu entrümpeln.
Plugins gibt es bei Kirby in der Form nicht – das ist gewollt. Funktionen wie Kontaktformulare, Newsletter oder Galerien werden direkt im Template gelöst oder über schlanke Kirby-Plugins ergänzt. Das Ergebnis ist deutlich weniger Wartungsaufwand und keine Plugin-Konflikte mehr.
Meist nicht. Kirby läuft auf jedem Standard-Webhosting mit PHP 8.1+ – also auch auf günstigen Tarifen bei Hetzner, All-Inkl oder Mittwald. Eine Datenbank ist nicht nötig, was Backups vereinfacht und das Hosting günstiger macht.
Im Gegenteil: Das Kirby-Panel ist deutlich aufgeräumter als der WordPress-Editor. Es zeigt nur die Felder, die ich im Blueprint definiert habe – keine versteckten Plugin-Menüs, kein Gutenberg-Block-Dschungel. Wer mit WordPress klargekommen ist, kommt mit Kirby schneller klar.
WordPress bleibt sinnvoll, wenn du stark auf vorhandene Funktionen angewiesen bist: WooCommerce-Shops, Mitgliederbereiche, komplexe Buchungssysteme, viele Redakteur:innen oder ein sehr kleines Budget für den Start. Dann sollte WordPress aber bewusst schlank aufgesetzt werden: gutes Hosting, wenige geprüfte Plugins, kein überladener Page Builder, regelmäßige Updates, Backups, Security-Monitoring und sauberes Caching. Das Ziel ist nicht WordPress um jeden Preis zu vermeiden, sondern das System zu wählen und zu optimieren, das wirklich zu deinem Projekt passt.