24. Juni 2026

Textalternativen für Medien: Bilder, Videos und Grafiken verständlich machen

Bilder, Icons, Infografiken und Videos transportieren oft zentrale Informationen. Barrierefrei werden sie erst, wenn diese Inhalte auch ohne Sehen oder Hören verständlich sind. Gute Textalternativen helfen Screenreadern, verbessern die Orientierung und stärken nebenbei die SEO-Basis deiner Website.

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Alt-Texte und Bildformate für barrierefreie und SEO-freundliche Website-Medien

Dieser Beitrag vertieft ein einzelnes Kriterium aus dem Überblick zu barrierefreiem Webdesign. Du bekommst konkrete Orientierung, ohne daraus eine trockene Checkliste zu machen.

Was Textalternativen leisten müssen

Eine Textalternative übersetzt visuelle oder auditive Information in verständliche Sprache. Das kann ein kurzer Alt-Text für ein Foto sein, eine längere Beschreibung für eine Infografik, ein Transkript für ein Video oder eine eindeutige Beschriftung für ein Icon.

Entscheidend ist der Zweck des Mediums. Ein dekoratives Hintergrundbild braucht oft keinen Alt-Text. Ein Diagramm, das Zahlen erklärt, braucht dagegen mehr als nur „Diagramm“. Die Nutzer müssen dieselbe Kerninformation bekommen, auch wenn sie das Medium nicht sehen oder hören können.

Merken: Beschreibe nicht jedes Pixel, sondern die relevante Aussage des Bildes. Vermeide Floskeln wie „Bild von“ oder „Grafik zeigt“, wenn der Kontext klar ist.

Alt-Texte, die wirklich helfen

Ein guter Alt-Text ist konkret, kurz und kontextbezogen. Auf einer Leistungsseite kann ein Foto einer Designerin wichtiger sein als auf einer rein dekorativen Startseitenfläche. In einem Blogartikel kann eine Grafik die zentrale Erklärung sein und braucht entsprechend mehr Kontext.

Auch SEO profitiert: Suchmaschinen können Bilder besser einordnen, wenn Dateiname, Alt-Text, Bildumgebung und Seiteninhalt zusammenpassen. Wichtig bleibt aber: Alt-Texte sind zuerst für Menschen da, nicht für Keyword-Stuffing.

Merken: Ein Produktfoto: Produkt, Variante und relevante Eigenschaft nennen. Ein Teamfoto: Person oder Situation beschreiben, wenn es für Vertrauen und Kontext wichtig ist.

Videos, Audio und Animationen

Bei Videos reicht ein Alt-Text nicht. Menschen mit Hörbeeinträchtigung brauchen Untertitel oder Transkripte. Menschen mit Sehbeeinträchtigung brauchen je nach Inhalt eine Audiodeskription oder eine textliche Zusammenfassung der visuellen Information.

Besonders wichtig sind Videos, die Prozesse erklären, Interviews enthalten oder als Hauptinhalt einer Seite dienen. Wenn das Video nur Stimmung erzeugt, sollte die eigentliche Botschaft trotzdem im sichtbaren Text der Seite stehen.

Merken: Untertitel nicht nur automatisch erzeugen, sondern korrigieren. Wichtige visuelle Informationen zusätzlich im begleitenden Text erklären.

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Anita Mostofa - Freelancer Grafikdesign Dresden

Fragen zu Textalternativen

Nein. Entscheidend ist die Funktion des Bildes. Dekorative Bilder sollten für Screenreader übersprungen werden, damit sie nicht stören. Bilder, die Informationen vermitteln, Vertrauen aufbauen oder eine Handlung erklären, brauchen dagegen eine passende Textalternative. Bei Infografiken reicht ein kurzer Alt-Text oft nicht aus; dort sollte die Kernaussage zusätzlich im normalen Seitentext stehen.

Ein Alt-Text sollte so kurz wie möglich und so konkret wie nötig sein. Für ein einfaches Foto reichen oft wenige Wörter oder ein kurzer Satz. Bei erklärenden Grafiken, Screenshots oder Diagrammen ist es besser, den Alt-Text knapp zu halten und die Details direkt im Fließtext zu erklären. So bleibt die Seite für Screenreader verständlich und für alle anderen Nutzer ebenfalls hilfreich.

Ja, Alt-Texte helfen Suchmaschinen, Bilder und den Kontext einer Seite besser zu verstehen. Sie sollten aber nicht als Keyword-Ablage missbraucht werden. Gute SEO entsteht hier durch Präzision: Dateiname, Bildumgebung, Überschrift und Alt-Text sollten zusammenpassen und die tatsächliche Bildaussage beschreiben.